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LPG = Autogas?

LPG ist die Abkürzung für Liquified Petrol Gas und bedeutet auf Deutsch Flüssiggas. Oft wird es auch als Autogas bezeichnet. Es besteht aus Butan C4H10 und Propan C3H8. Autogas gibt es bereits an über 4100 Tankstellen. Allein im Landkreis Cham gibt es bereit 12 Autogastankstellen.

Erdgas ist anders

Mit Erdgas fährt Ihr Auto noch billiger und sauberer. Allerdings braucht es dazu einen anderen Tank, der den höherem Druck standhält. Die Umbaukosten liegen hier bei rund 4.500 € und die Reichweite ist erheblich kleiner. Ein Auto das ab Werk mit Autogas ausgerüstet ist, wie z.B. der Erdgas-Zafira, ist empfehlenswerter. Desweiteren muß das noch dünne Erdgastankstellennetz berücksichtigt werden. Es gibt aktuell 800 Erdgastankstellen in Deutschland. Davon 2 im Landkreis Cham.

Tiefgaragenverbot?

Oft hört man, es sei verboten mit flüssiggasbetriebenen Fahrzeugen in Tiefgaragen zu fahren. Das ist falsch, und oft verwirren alte Verbotsschilder. Die aktuellen Regelungen erlauben das Befahren von Tiefgaragen und Parkhäusern, denn Autogas ist sicherer als herkömmliche Flüssigkraftstoffe.   

Jeder kann mit Gas fahren

Grundsätzlich kann jeder Benzinmotor auf Gasbetrieb umgebaut werden. Auch ein älteres Auto bis 120.000 km kann problemlos umgebaut werden.

Vollgasfahrten meiden

Gas verbrennt sauber und rückstandsfrei, allerdings mit einer höheren Temperatur. Ein Bleifuß ist im Gasbetrieb zu vermeiden, da durch die hohen Temperaturen das Material stärker belastet ist. Wer Gas fährt will ja auch eigentlich sparen und nicht rasen.

Wartungskosten

Im laufendem Betrieb fallen dann alle zwei Jahre die Gasprüfung, sowie Wartungsmehrkosten von etwa 50 € jährlich an.

Explodiert der Gastank?

Der ADAC hat dies getestet und ein Autogasfahrzeug in Brand gesetzt. Wie erwartet bläßt das Sicherheitsventil den Überdruck kontrolliert ab. Nichts explodiert. Der Tank verkohlt zwar, bleibt trotz allem ganz. Autogasfahrzeuge sind sicher ist das Fazit der Experten.

Eine zweite Einspritzanlage

Beim Umbau wird praktisch eine zusätzliche Einspritzanlage für Autogas eingebaut. Dazu gehören der Tank, Einspritzventile, ein Steuergerät, der Verdampfer, ein Umschalter mit Tankanzeige sowie ein Tankstutzen für Gas. Die sichtbaren Teile sprechen wir natürlich mit dem Kunden ab, wo es am wenigsten stört. Der Tank kommt meist in die Reserveradmulde, dort stört er am wenigsten. Durch den Gastank wird auch die Gesamtreichweite wesentlich erhöht.

So funktioniert das Tanken

Beim Gastanken muß zuerst die Staubkappe entfernt werden. Je nach Tankanschluß muß ein Adapter angebracht werden. Danach wird die Zapfpistole auf den Adapter geschraubt. Zapfpistole einrasten und anschließend an der Zapfsäule den Knopf drücken. Wenn der Tank zu 80% voll ist schaltet die Zapfsäule ab. 20% sind Sicherheitsreserve, damit sich das Gas im Tank bei Hitze ausdehnen kann. Beim Entfernen der Zapfpistole zischt eine kleine Menge Restgas aus.


 

 

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